Wissenschaftskommunikation mit dem Schwerpunkt Wirkung/Transfer

Wir forschen und lehren zu den Chancen und Risiken von Wissenschaftskommunikation in polarisierten gesellschaftlichen Kontroversen, z.B. zu den Debatten um die Regulierung von Genom Editierung, den Klimawandel, die Digitalisierung u.a.m.
 

Uns interessiert zum Beispiel, wie die Medien über diese Themen berichten, welche Akteure sich in diesen Debatten mit welchen Argumenten zu Wort melden, wie die Medieninhalte auf das Medienpublikum oder auf involvierte Akteure wirken (z. B.  Wissenschaftler oder Umweltschützer) und wie sie politische oder gesellschaftliche Prozesse beeinflussen.

 

Lehre

Bachelor

Dozentin: Prof. Dr. Senja Post

Das Seminar begleitet die Vorlesung „Medienwirkungen und Öffentlichkeit“ und vertieft zentrale theoretische Perspektiven auf Prozesse öffentlicher Meinungsbildung, Medienwirkungen und Bürgerkommunikation. Im Zentrum steht die gemeinsame, diskursive Auseinandersetzung mit ausgewählten Texten zur Frage, wie Öffentlichkeit, Medien und Bürger in digitalen Mediensystemen interagieren und welche normativen, psychologischen und technologischen Dynamiken dabei relevant sind. Die Studierenden erarbeiten sich theoretische Grundlagen durch gezielte Textlektüre und reflektieren diese im kollektiven Gespräch. Dabei geht es nicht um die Reproduktion von Inhalten, sondern um das Verstehen, Einordnen und kritische Diskutieren wissenschaftlicher Argumente.

Dozent: Lukas Schmidt

Neben klassischen Medien und journalistischen Formaten ist unsere Informationsumgebung zunehmend algorithmisch gesteuert. Viele Menschen beziehen ihre Informationen über tagesaktuelle und wissenschaftsbezogene Themen über Plattformen wie Instagram, YouTube, TikTok & Co. Dort erreichen einzelne Kanäle eine Vielzahl an Zuschauenden und prägen deren Einstellungen, Wissen und Verhalten.

Doch wie lassen sich algorithmische Informationsumgebungen wissenschaftlich untersuchen? Welche Rolle spielen Influencer als reichweitenstarke Persönlichkeiten auf diesen Plattformen? Und wie lässt sich deren Bedeutung für die Wissenschaftskommunikation beschreiben?

Mit Fokus auf dem Konzept des Opinion Leaderships widmet sich das Seminar der Wissenschaftskommunikation durch Influencer und andere Social-Media-Akteure. Die Studierenden lernen das Theoriespektrum der Meinungsführerschaft kennen, setzen sich kritisch mit empirischen Forschungsmethoden zur Untersuchung algorithmischer Medien auseinander und arbeiten aktuelle empirische Studien dazu auf.

Am Ende des Seminars steht eine Hausarbeit in Form einer systematischen Literatur Review.

Dozentin: Maria Röhreich-Döring

Master

Dozentin: Prof. Dr. Senja Post

Dozentin: Prof. Dr. Senja Post

 

Informationen zu Abschlussarbeiten

Als Studierende am Department für Wissenschaftskommunikation, können Sie bei uns am Lehrstuhl Wissenschaftskommunikation mit dem Schwerpunkt Wirkung/Transfer eine Abschlussarbeit verfassen. Abschlussarbeiten können sich damit beschäftigen, wie in Umwelt- und Nachhaltigkeitsdebatten kommuniziert wird, welchen Informationen sich Akteure zuwenden oder wie Kommunikation auf gesellschaftliche Akteure wirkt. Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Abschlussarbeiten:

1. Literaturarbeit: Sie erheben den Sachstand zu einer Forschungsfrage auf der Grundlage der verfügbaren Literatur. Sie stellen eine gesellschaftlich oder praktisch relevante Forschungsfrage, identifizieren auf der Grundlage wissenschaftlicher Literaturrecherchen die relevante Forschungsliteratur und arbeiten diese durch, um die relevanten Befunde zur Beantwortung Ihrer Frage sowie zur Identifizierung von Wissenslücken zu kondensieren.

2. Forschungsarbeit: Sie beantworten eine klar umrissene Forschungsfrage auf der Grundlage einer empirischen Erhebung. Sie stellen eine Forschungsfrage, leiten auf der Grundlage der existierenden Forschungsliteratur Ihre Forschungshypothesen und prüfen sie auf der Grundlage einer zielgerichteten, systematischen und nachvollziehbaren Datenerhebung.

Wir erwarten von Ihnen außerdem, dass Sie die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens beherrschen. Sie sollten bspw. sicher zitieren (APA7) und Ihre Abgaben müssen den entsprechenden Formalitäten genügen.

Interessenten wenden sich bitte an einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vereinbaren einen Sprechstundentermin.